© 2019 Münchner Kindl GmbH

 

Aktuelles

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Konzept

Holzfass und Pferdefuhrwerk

Mit der Schützenliesl und der Münchner Kindl Brauerei soll Münchner Geschichte in der Tegernseer Landstraße 337 wieder aufleben. Und so möchten wir auch alte Traditionen und Gebräuche pflegen. Dazu gehört Bier aus echten Holzfässern. Abgefüllt werden diese von Hand in der Brauerei. Das zugehörige Eis soll im Winter vom Eisgalgen im Garten kommen.​ Außerdem möchten wir, wie es früher üblich war, Pferde bei der Brauerei haben. Einmal wöchentlich wird dann mit dem Pferdefuhrwerk Bier zu den Wirtshäusern ausgefahren.

Das Grundstück in der Tegernseer Landstraße 337 ist komplett zugeteert. Wir wollen 1000qm der 4000qm entsiegeln und sie der Natur zurückgeben.

Es wird eine Wiese für Wildbienen geben. Von diesen gibt es über 300 Arten, einige sind vom Aussterben bedroht. Sie geben keinen Honig und daher kümmert sich auch kein Imker um sie.​ Außerdem planen wir einen Hopfengarten. Bier ist ein Naturprodukt und deshalb soll der Garten auch eine wichtige Rolle bei den Brauereiführungen spielen. Dort wird erklärt, wie man Hopfen anbaut, welche Wirkung er hat und welche verschiedenen Sorten es gibt. Anschließend kann man eine Hopfendolde pflücken. Beim Reiben auf der Hand zeigt sich das frische Hopfenaroma.

Wildbienen und Hopfengarten

Besichtigungen und Bierunterricht

Die geführten Besichtigungen stellen allerdings den Kern des Konzeptes dar. Der Brauprozess soll praktisch und nah an den Rohstoffen erklärt werden. Dies wird möglich durch die kleine Größe der Brauerei, den Hopfengarten, die historische Kältemaschine Auch die Münchner Biertradition und ihre Geschichten sollen eine große Rolle spielen. In die Brauerei integriert wird ein Klassenzimmer, in dem über das Thema Bier, seine Aromen, verschiedene Stile und die Geschichte unterrichtet wird. Immer mehr Menschen interessieren sich für Bierverkostungen. Dabei spielt auch Food-Pairing eine große Rolle. All das wird im Klassenzimmer behandelt werden.

Besichtigungen werden zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich sein. Zu Betriebszeiten kann selbständig und ohne Anmeldung der Brauprozess beobachtet werden.

​Zusätzlich wird die Brauerei so gebaut sein, dass man durch die Fenster von außen alle Schritte verfolgen kann und diese am Smartphone erklärt bekommt.

 

Historie

Die Schützenliesl - Bayerns erstes Pin-up-Girl

Im Jahre 1860 wurde in Pöttmes, nördlich von Augsburg, ein uneheliches Kind geboren. Damals war es üblich, dass der örtliche Pfarrer den Namen unehelicher Kinder bestimmte. Und dieser wählte einen, bei dem jeder spürte, dass da etwas nicht stimmte. Er taufte das kleine Mädchen auf den Namen Coletta.

 

Mit 18 Jahren begann sie als Biermädchen beim Sterneckerbräu im Tal. Cloetta war bildhübsch, was den männlichen Gästen gut gefiel.

Biermädchen waren Helferinnen im Service, die der Bedienung die Getränke zutrugen und abräumten, jedoch keinen Zugang zum Trinkgeld hatten.

Unter den Gästen verkehrte auch Friedrich August von Kaulbach, der einer berühmten Münchner Malerfamilie entstammte. Er frug Coletta, ob sie zu ihm ins Atelier in die Schwanthaler Straße käme, damit er sie portraitieren könne. Coletta ahnte seine Intention und lehnte dankend ab und schlug vor, dass sie zehn Maß in die Hand nehmen und sich auf einen Wirtshausstuhl stellen könne und er sie von dort portraitieren könne. Gesagt - getan: Sie stellte sich auf den Stuhl und tänzelte balancierend mit den Maßen. Friedrich August von Kaulbach fertigte mit geübter Hand Skizzen an.

Drei Jahre später kam der nationale Verband der Schützen zum Bundesschießen nach München. Dies sollte auf der Theresienwiese stattfinden. Die Stadt München wandte sich an die Künstlervereinigung Allotria, die den hohen Holzturm der neu gegründeten Brauerei zum Münchner Kindl schmücken sollte. In diesem kamen die Schützen zusammen und feierten, nachdem sie an den Schießständen gewesen waren. Friedrich August von Kaulbach, der Mitglied bei der Allotria war,  übernahm die Aufgabe und erinnerte sich an die Skizzen, die er von Coletta angefertigt hatte. Er setzte ihr eine Schützenscheibe auf und schmückte mit dem Gemälde den Holzturm. Die Schützenliesl war geboren. Die Münchner waren begeistert von dem Gemälde, das zur damaligen Zeit sehr offenherzig blankes Knie und Oberweite zeigte.

Es entstand das berühmte Oktoberfestlied "Schützenliesl"

SchuetzenlieslHeinz Conrads
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Coletta stand ab diesem Zeitpunkt immer mehr im Rampenlicht. Das Geschehen um sie ging an der neu gegründeten Münchner Kindl Brauerei nicht spurlos vorüber. Kaulbachs Gemälde wurde von der Brauerei abgemalt und – um keine Eigentumsrechte zu verletzen – wurden die Initialen des Malers FAK auf dem Fass in MKB für Münchner Kindl Brauerei ausgetauscht. Von diesem Tag an befand sich die Coletta auf jedem Etikett der Münchner Kindl Brauerei. Coletta führte im weiteren Verlauf ihres Lebens sehr erfolgreich mehrere Wirtshäuser und brachte zwölf Kinder zur Welt. Nach 27 Jahren glücklicher Ehe verlor Coletta 1910 mit 50 Jahren ihren Ehemann und so heiratete sie 1913 ein zweites Mal, nämlich den Postboten Max Joachim. Auch den überlebte sie: Coletta, die bis zu ihrem Tod in Sendling in der Schlöttstraße lebte, wurde beachtliche 93 Jahre alt. 

Am 30. November 1953 starb sie und wurde auf dem Waldfriedhof in München beerdigt. Bereits drei Jahre nach ihrem Tod wurde das Grab wieder aufgelöst. Da greift die alte Weisheit: Eine Mutter kann zwölf Kinder ernähren, aber zwölf Kinder noch lange keine Mutter.  Jede bekannte Münchnerin hat auf dem Viktualienmarkt ihren Brunnen oder in der Stadt ihr Denkmal: Ida Schumacher, Bally Prell, Elise Aulinger oder Liesl Karlstadt.

Aber die Schützenliesl hat kein Denkmal, nicht einmal ein Grab.

Die alte Brauerei zum Münchner Kindl

Die „Brauerei zum Münchner Kindl“ wurde in den Jahren 1869 am Fuße des Rosenheimer Berges erbaut. Dort steht heute das Motorama.

Man wählte diese Lage, da man so die Bierkeller in den Berg hineinbauen konnte. Lindes Kältemaschine war zwar schon erfunden, aber noch nicht verbreitet. Auf dem Keller pflanzte man Schatten spendende Kastanien, um im Sommer die Keller kühl zu halten. In München durfte seit 1812 auf diesen Kellern Bier ausgeschenkt und selbst mitgebrachte Speisen verzehrt werden. Dahinter befand sich damals die Brauerei.  Heute steht dort das HolidayInn.

Der Kindlkeller hatte den größten Saal Deutschlands mit 5.000 Plätzen. Insgesamt standen mit dem Biergarten 10.000 Plätze zur Verfügung. Die neue Hauptfront des Baus war in Deutschrenaissance gehalten. Die Mitte des Baus bestand aus einem 25 Meter hohen Giebel, an dessen beiden Seiten Türme angebracht waren, deren Hauben an Maßkrugdeckel erinnerten. Das war jedoch eine Nummer zu groß für die von Aktionärskreisen bestimmte Unternehmenspolitik der Brauerei und so musste sie 1903 mit der Unionsbräu Haidhausen fusionieren. Mit der Fusion wurde der Name Münchner Kindl weitergeführt. Dafür sorgte der umsichtige jüdische Brauer Schülein, der der Inhaber des Unionsbräus war. Er behielt auch das Heft in der Hand, als der Unionsbräu zu Löwenbräu kam, dessen Vorstand er wurde. Die Rechte am Münchner Kindl befanden sich seither bei der Löwenbräu AG.

Familientradition

Die Familie Sailer blickt auf eine lange Brautradition zurück. Die Ursprünge gehen fünf Brau-Generationen zurück, als im Jahr 1853 Peter Sailer im Gasthaus "Zur Kanne" in Lauingen im bayerischen Schwaben erstmals Bier braute. Sein Sohn Josef Sailer (1835-1903) führte die Brauerei in Lauingen fort und hatte drei Kinder, wovan dann ein Sohn die Brauerei "Zur Kanne" in Lauingen  bekam und die beiden anderen Söhne jeweils eine Brauerei in Traunstein.

So übernahm Josef Sailer (1871-1934) 1896 das Hofbräuhaus Traunstein, das sein Sohn Fritz Sailer (1911-1978, Bild oben) erfolgreich weiterführte. Der Sohn Dietrich Sailer (geb. 1957), der 40 Jahre Gesellschafter im Hofbräuhaus Traunstein war, möchte den Schritt in die Welthauptstadt des Bieres machen und im Süden Münchens eine kleine Brauerei bauen. 

Unterstützt wird er dabei von der 6. Generation durch Leo und Luis Sailer. Der eine ist angehender Jurist, der andere jüngster Biersommelier der Welt. So kann das Münchner Kindl einer gesicherten Zukunft entgegensehen.

Impressum

Geschäftsführer:

Dietrich Sailer

Leo Sailer

Luis Sailer

+49 861 90999640

Nußbaumerstraße 32

83278 Traunstein

Inhaltlich Verantwortlicher gemäss § 6 MDStV

und § 10 Absatz 3 MDStV:

Dietrich Sailer - Münchner Kindl GmbH

Nussbaumerstr. 32 . D-83278 Traunstein

USt.Id.Nr.: DE 131562642 . Registergericht Traunstein HR-B 5037

Ansicht des derzeitigen Gebäudes von oben: Google Maps

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